Mako Roboterarm-Technologie

Mako: Näher an der natürlichen Gelenkfunktion durch Roboterpräzision

Kniechirurgie Bern und Christenortho setzen als erste Orthopäden in der Schweiz die roboterarm-assistierte Operationstechnik Mako ein. Das Mako-System ist an vielen renommierten internationalen Kliniken bereits etabliert und darauf ausgelegt, mithilfe eines Roboterarms den Chirurgen bei der Implantation einer Total- oder Teilprothese zu unterstützen. Ein bisher nicht gekanntes Mass an Präzision und Patientensicherheit revolutioniert die Knieprothetik.

Stabilere Kniegelenke und weniger Revisionen als Ziel

Einer der Hauptgründe für Schmerzen nach dem Einbau einer Knieprothese ist die oft ungenügend ausbalancierte Bandspannung des neuen Kniegelenks. Bisher haben die meisten Orthopäden Knieprothesen nach anatomischen Regeln gerade eingesetzt und dann die Bänder durch chirurgische Massnahmen angepasst. Die Ergebnisse sind leider nicht immer optimal, weshalb schon in der Vergangenheit nach besseren Methoden gesucht wurde. In der Kniechirurgie Bern wird deshalb beispielsweise das computernavigierte und bandspannungsorientierte Verfahren PIPB angewendet.

Einen grossen Schritt weiter geht nun das neue Mako-System. Die softwaregestützte Roboterarm-Technologie ermöglicht es dem Operateur, den Operationsplan unter Einbezug der Bandspannung virtuell zu verändern, noch bevor die Prothese eingesetzt wird. Erst wenn Ausrichtung und Bandspannung des Kniegelenks optimale Werte zeigen, wird die Knieprothese definitiv eingesetzt. Dabei wird der Chirurg vom Roboterarm unterstützt.

Technik

Vor dem Eingriff erfolgt eine Computertomografie, auf deren Basis ein virtuelles 3D-Modell des Kniegelenks erstellt wird. Dadurch wird die individuelle Anatomie des Patienten abgebildet. Die Software des Roboters erstellt auf dieser Grundlage so bereits einen Operationsplan, welcher dann noch vom Chirurgen am Computer bearbeitet wird. In der Operation selber wird nun noch die Kinematik der Kniebänder erfasst. Die Software des Roboters erkennt dabei die individuellen Eigenheiten der Kniebänder des Patienten und zusammen mit dem Operateur kann die Prothese nun aufgrund der neu gewonnenen Daten anhand der Bandspannung nochmals ausgerichtet werden. Auch dieser Schritt erfolgt erst einmal virtuell, also am 3D-Modell auf dem Bildschirm, noch bevor die ersten Fräs- oder Sägeschnitte vorgenommen werden. Ist die Prothese im Modell korrekt platziert und die Kniebänder seitengleich stabil gespannt, kann der Operateur mit dem eigentlichen Operationsvorgang beginnen. Der Roboterarm unterstützt ihn dabei mit einer theoretischen Genauigkeit von 0.1mm und 0.5°. Bei einer Abweichung von der Planung stoppt der Fräsvorgang automatisch. Nun werden noch Probekomponenten eingesetzt und die Kinematik des neuen Kniegelenkes wiederum mit Hilfe der Software des Roboters überprüft. Abschliessend wird dann das definitive neue Kniegelenk eingesetzt und die Wunde verschlossen.

Wissenschaftlicher Hintergrund

Klinische Studien haben gezeigt, dass Mako-Teilprothesen zwei- bis dreimal genauer und dreimal reproduzierbarer als manuell implantierte Knieprothesen sind. Die Studien zeigen zudem, dass Patienten, bei denen eine Teil- oder Totalprothese eingesetzt wurde, deutlich weniger postoperative Schmerzen und eine bessere Funktionalität aufweisen als Patienten, denen eine Knieprothese manuell implantiert wurde.